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31.01.2018

Europäische Zulassung für Shingrix in Sicht

Der Ausschuss für Humanarzneimittel (CHMP) hat am 25. Januar 2018 ein positives Gutachten (Positive Opinion) für einen neuen Impfstoff gegen Herpes zoster und postherpetische Neuralgie abgegeben (Shingrix; GSK). Die Zulassung gilt für Personen ab 50 Jahren. Die eigentliche Zulassung erteilt die Europäische Kommission etwa innerhalb der kommenden zwei bis drei Monate. Zum Zulassungsverfahren siehe Impfbrief Februar 2009.

Das US-amerikanische Advisory Committee on Immunization Practices (ACIP), hat am 26. Januar 2018 immunkompetenten Personen ab 50 Jahren zwei Dosen Shingrix im Abstand von 2 bis 6 Monaten empfohlen. Der Impfstoff soll bevorzugt eingesetzt werden und auch Personen angeboten werden, die bereits mit Zoster-Lebendimpfstoff geimpft wurden. (HTR)

Letzte Änderung: 2018-01-31 09:31:27

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09.02.2018

RKI: Effektivität des Influenzaimpfstoffs 2017/18

Im gestern erschienenen Epi Bull 6/2018 veröffentlichte das Robert Koch-Institut (RKI) erste Ergebnisse zur Wirksamkeit der Influenzaimpfstoffe in der Saison 2017/18. Datengrundlage ist eine bundesweite Test-
negative Fall-Kontroll-Studie, in die 1.391 Patienten mit influenza-like-illness (ILI) aus 131 AGI-Sentinelpraxen eingingen. Ihr Erkrankungsbeginn lag zwischen der Kalenderwoche 40/2017 und 6/2018. Davon litten 431 ILI-Patienten (31%) an einer labordiagnostisch gesicherte Influenzainfektion („Fälle“). Bei 960 ILI-Patienten (69%; Kontrollen) war der Labortest negativ. Aufgrund der geringen Zahlen von geimpften Personen in der Studienpopulation sei die Interpretation der Ergebnisse eingeschränkt, so das RKI.

6% der Fälle und 11% der Kontrollen waren geimpft. Das resultiert im multivariablen adjustierten Modell in einer Effektivität des Impfstoffs gegen laborbestätigte Influenza von 46% (95%-Konfidenzintervall: 8% bis 68%) für alle Altersgruppen.

Influenza-B-Viren sind mit 74% die am häufigsten identifizierten Influenzaviren der Saison. Es handelt sich zu 98% um die Yamagata-Linie, die nur im quadrivalenten Impfstoff enthalten ist. An zweiter Stelle stehen Influenza-A(H1N1)pdm09-Viren (22%) und Influenza A(H3N2)-Viren (4%) (Wochenbericht der AGI KW5). Es wird diskutiert, ob zwischen der Impfstoffkomponente der Influenza B/Victoria-Linie und den zirkulierenden Influenza B-Viren aus der Yamagata-Linie eine Kreuzprotektivität besteht. (HTR)

Letzte Änderung: 2018-02-09 09:24:05

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12.02.2018

Wie Fake News reduzieren?

Europäische Kommission befragt Multiplikatoren bis 23.2.2018

Wie reduziert man Fake News wirksam? Eine Frage, die im Rahmen der Impfaufklärung ein großes Thema ist. Jetzt will die EU aktiv werden. Dafür benötigt sie das Wissen der Betroffenen: Im Spannungsfeld zwischen freier Meinungsäußerung und gezielter Einflußnahme durch Social media bots befragt die Europäische Kommission Medienkonzerne, private und öffentliche Websites, Organisationen und Journalisten zu Auswirkungen und möglichen Gegenmaßnahmen.

Wirken Sie mit! Es dauert etwa eine halbe Stunde, den Fragebogen sorgfältig auszufüllen:

https://ec.europa.eu/info/consultations/public-consultation-fake-news-and-online-disinformation_en

(HTR)

Letzte Änderung: 2018-02-12 12:10:21

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27.02.2018

Kongress des öffentlichen Gesundheitsdienstes öffnet sich weiteren Berufsgruppen

Der 68. Wissenschaftliche Kongress des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD) sowie des Bundesverbandes der Zahnärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BZÖG) findet dieses Jahr vom 26. bis 28. April 2018 in Osnabrück statt.

Der Öffentlichen Gesundheitsdienst arbeitet in einem Netzwerk von multiprofessionellen Teams. Der diesjährige Kongress wird deshalb nicht nur traditionell zusammen mit der Gesellschaft für Hygiene, Umweltmedizin und Präventivmedizin e.V. (GHUP) durchgeführt, sondern er wird im Themenbereich „StadtGesundheit“ auch für andere Berufsgruppen wie Hygieneinspektoren/innen, Sozialmedizinische Assistentinnen und medizinische Fachangestellte geöffnet.

Zu Impfthemen wird am Freitag und am Samstag referiert.



(HTR)

Letzte Änderung: 2018-02-27 10:43:01

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19.03.2018

Stiftung Warentest aktualisiert Impfseiten

Seit 2012 kommentiert die Stiftung Warentest die STIKO-Empfehlungen bzw. setzt ihnen eigene entgegen. Am 15. März 2018 ist das "Themenpaket Impfen" aktualisiert worden. (HTR)

FAQ Impfen: Schluss mit den Impf-Mythen!
Methodik der Stiftung Warentest
Methodik der STIKO

Kommentar

Die Stiftung Warentest genießt hohes Ansehen in der Bevölkerung. Insofern ist zu begrüßen, dass im Artikel weder die Sicherheit noch die Wirksamkeit von Impfstoffen grundsätzlich in Frage gestellt werden, sondern gängige Impfmythen entkräftet. Dennoch erscheint es aus fachlicher Sicht zumindest "sportlich", mit 5 Fachleuten die Sachlage ebenso umfassend beurteilen zu wollen wie die 18 Fachleute plus zuarbeitenden Gästen (z.B. diversen Fachgesellschaften), die in der STIKO tätig sind. (HTR)

Letzte Änderung: 2018-03-19 08:37:58

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05.04.2018

Totimpfstoff gegen Herpes zoster zugelassen

Die europäische Arzneimittelbehörde EMA hat am 28. März den adjuvantierten, inaktivierten Herpes-zoster-Impfstoff Shingrix (GSK) zugelassen.
Ausführliche Informationen siehe den EPAR und den Übersichtsartikel im Impfbrief vom 01.02.2018.
(HTR)

Letzte Änderung: 2018-04-05 09:47:21

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05.04.2018

Sicherheitsinformation über undichte Spritzen bei diversen GSK-Impfstoffen

Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentlichte am 4. April 2018 eine Sicherheitsinformation des Herstellers GlaxoSmithKline zu undichten Spritzen bei den Impfstoffen

Boostrix,
Boostrix Polio,
Encepur Erwachsene,
Encepur Kinder,
Engerix-B Erwachsene,
Engerix-B Kinder,
Fendrix,
Havrix 1440,
Havrix 720 Kinder,
Infanrix,
Infanrix IPV+Hib,
Infanrix hexa,
Tetanol pur,
Twinrix Erwachsene und
Twinrix Kinder.

Die Häufigkeit undichter Impfspritzen wird - soweit bekannt - mit etwa 2 bis 10 pro 100.000 vertriebenen Impfstoffdosen angegeben.

Es kann dadurch zu einer Unterdosierung kommen, der Impfschutz ist je nach Impfstoff möglicherweise gefährdet. Die Information gibt Handlungshinweise für Impfärzte. Unter anderem wird dazu aufgerufen, auf solche Produktfehler verstärkt zu achten und diese zu melden.

Fehlerhafte Spritzen werden voraussichtlich bis Ende 2019 auf dem Markt sein. Seit Januar 2018 seien verbesserte Spritzen bei der Herstellung eingeführt. (HTR)

Letzte Änderung: 2018-04-05 09:54:16

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05.04.2018

G-BA: Vierfach-Grippeimpfstoff für Saison 2018/19 verbindlich

In einer Pressemitteilung vom 5.4.2018 teilte der Gemeinsame Bundesausschuss mit, dass in der kommenden Grippesaison die gesetzlichen Krankenkassen bei allen Versicherten, denen eine jährliche Influenzaimpfung empfohlen wird, die für die Kosten des Vierfachimpfstoffs aufkommen. Näheres kann der Schutzimpfungsrichtlinie entnommen werden.

Der Beschluss zur Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie wird dem Bundesministerium für Gesundheit zur Prüfung vorgelegt und tritt nach Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. (HTR)

Letzte Änderung: 2018-04-05 13:15:48